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Mit dem Angebot step-out, unserer integrierten Tagesklinik, begleiten wir Sie nach Ihrem stationären Aufenthalt zurück in einen selbstbestimmten Alltag. Nebst der Festigung einer abstinenten Lebensführung können die Bearbeitung psychischer Belastungen und der Umgang mit Herausforderungen im täglichen Leben ebenso im Mittelpunkt stehen.

Das Angebot richtet sich an Patient:innen mit abgeschlossenem Entzug oder Teilentzug in der Klinik Selhofen, die weiterhin eine intensivere Behandlung als im Rahmen einer ambulanten Psychotherapie benötigen. Mit einem individuellen Therapieangebot begleiten wir Sie dabei, erarbeitete Bewältigungsstrategien zu festigen und in Ihren Lebensalltag zu übertragen.

Ziel

Das Angebot step-out verfolgt das Ziel der weiteren Stabilisierung und Aufrechterhaltung der Abstinenz sowie der schrittweisen Befähigung der Patient:innen zur eigenverantwortlichen Alltagsbewältigung. 

Therapeutische Inhalte werden in das reale Lebensumfeld übertragen und Ressourcen sowie Herausforderungen aus dem sozialen Umfeld in die Therapie integriert.

Behandlungsangebot

Patient:innen des Angebots step-out sind in die Behandlungsstruktur der Klinik Selhofen integriert. Sie nehmen weiterhin am regulären Therapieprogramm teil und werden durch dasselbe Behandlungsteam begleitet. Zusätzlich profitieren Patient:innen des Angebots step-out von folgenden Programmschwerpunkten:

Behandlungsvoraussetzungen

  • vorgängiger stationärer Aufenthalt in der Klinik Selhofen mit regulärem Austritt 
  • abgeschlossener Entzug oder Teilentzug
  • feste Wohnform im Kanton Bern
  • Volljährigkeit 
  • selbstständige Organisation und Einnahme der Medikamente 
  • Anwesenheit am Freitagnachmittag für die Teilnahme an der Gruppentherapie step-out

Rahmenbedingungen

  • Wir bieten zwei Vollzeitplätze (mindestens fünf Vormittag und zwei Nachmittage pro Woche) sowie einen Teilzeitplatz (drei bis fünf Halbtage pro Woche) an.
  • Tagsüber nehmen die Patient:innen zwischen 09.00 und 17.00 Uhr gemeinsam mit den stationär behandelten Personen an einem vielfältigen und individuell abgestimmten Therapieprogramm teil. Die Abende und Wochenenden verbringen sie in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld.
  • Aufgrund der Mitfinanzierung des Kantons Bern richtet sich das Angebot ausschliesslich an Patient:innen mit Wohnsitz im Kanton Bern. 
  • «In einer Gruppentherapie mit ambulanten Patient:innen würde ich am meisten profitieren. Es könnten Themen wie Beziehungen und Isolation behandelt werden.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?
  • «Ich würde mir ein ganztägiges Angebot wünschen, damit es wie ein Arbeitstag ist. Eine Mischung aus Tagesklinik und Arbeitsstart wäre ebenfalls eine Möglichkeit.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?
  • «Ich würde mir eine individuelle Dauer und Intensität wünschen, da alle unterschiedliche Ziele haben.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?
  • «Damit ich pünktlich erscheine, brauche ich klare Regeln und Konsequenzen bei Nichteinhaltung.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?
  • «Es wäre schön, wenn man auch einmal in der Klinik zu Abend essen könnte. So hätte man Gemeinschaft, Austausch und ein feines Essen.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?
  • «Der Austausch mit ambulanten Patient:innen würde mir helfen. Zu wissen, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht allein bin und zu hören, wie andere damit umgehen.»

    Was wünschen sich unsere Patient:innen?

Häufig gestellte Fragen

Anmeldung

Wie melde ich mich für eine Behandlung an?

Eine Behandlung in der integrierten Tagesklinik ist nur nach einem vorgängigen stationären Aufenthalt möglich.

Für die Anmeldung zu einer stationären Behandlung kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer 034 420 41 41 oder über unser Anmeldeformular.

Wie lange dauert es bis zum Übertritt?

Ob und wann ein freier Behandlungsplatz in der integrierten Tagesklinik verfügbar ist, hängt von der aktuellen Nachfrage ab. Das Behandlungsteam bespricht den möglichen Übertritt mit Ihnen und informiert Sie über den weiteren Ablauf.

Wie muss ich versichert sein, damit ich mich behandeln lassen kann?

Die Behandlung wird über die Grundversicherung der Krankenkasse finanziert.

Behandlung

Wie lange dauert die teilstationäre Behandlung?

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem individuellen Behandlungsziel und beträgt in der Regel mindestens drei und maximal acht Wochen.

Werden auch Minderjährige teilstationär behandelt?

Nein, in der Tagesklinik gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. 

Für Minderjährige bieten wir mit dem Programm «switch-on» eine altersgerechte stationäre Behandlung an. Auch eine ambulante Therapie ist möglich.

Wie ist die Verpflegung in der integrierten Tagesklinik?

Bei einer halb- oder ganztägigen Anwesenheit können Sie das Mittagessen in der Klinik einnehmen. Zusätzlich können Sie auf Wunsch jeweils am Dienstagabend in der Klinik zu Abend essen.

Tagsüber stehen Ihnen Getränke und Snacks zur Verfügung.

Darf ich meinen Hund mit in die integrierte Tagesklinik nehmen?

Es dürfen keine Hunde oder andere Tiere in die Klinik Selhofen mitgebracht werden.

Was passiert, wenn ich in der integrierten Tagesklinik nicht erscheine oder mich verspäte?

Da wir in der integrierten Tagesklinik nur über eine begrenzte Anzahl an Plätzen verfügen, ist eine verbindliche Teilnahme wichtig.

Wenn Sie morgens nicht erscheinen und telefonisch nicht erreichbar sind, endet die Behandlung in der integrierten Tagesklinik. Eine Weiterführung der Behandlung im ambulanten Rahmen ist möglich.

Wenn Sie telefonisch erreichbar sind oder verspätet in der Klinik erscheinen, erhalten Sie eine Verwarnung.

Welche Suchtmittelkontrollen werden durchgeführt?

Jeden Morgen geben Sie vor Beginn des Therapieprogramms einen Atemlufttest sowie eine Urinprobe ab. 

Was passiert, wenn ich unerlaubte Substanzen konsumiere?

Der Besitz, Konsum oder das Verteilen unerlaubter Substanzen führt zum sofortigen Austritt aus der Integrierten Tagesklinik. Dies gilt auch für einen Konsum ausserhalb der Klinik am Abend oder Wochenende.

Da Sie gemeinsam mit stationären Patient:innen am selben Therapieprogramm teilnehmen, gelten für Sie dieselben Regeln wie für stationäre Patient:innen. 

Bei einem Rückfall bieten wir Ihnen ein persönliches oder telefonisches Gespräch an, um den Konsum gemeinsam zu besprechen und das weitere Vorgehen sowie mögliche Unterstützung zu klären.

Nach einem Rückfall kann die Behandlung im ambulanten Rahmen weitergeführt werden. Bei Bedarf kann ein stationärer Wiedereintritt in die Klinik erfolgen.

Welche Rückzugsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Allen Patient:innen aus der integrierten Tagesklinik steht ein eigener Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Wer sind meine Bezugspersonen in der integrierten Tagesklinik?

Das ganze Behandlungsteam kennen Sie bereits aus Ihrem stationären Aufenthalt. Täglich steht Ihnen eine Tagesbezugsperson aus dem Pflegedienst als direkte Ansprechperson zur Verfügung. 

Ihre ärztliche Bezugsperson bleibt auch während Ihres Aufenthalts in der integrierten Tagesklinik bestehen. Ist Ihr:Ihre Fallmanager:in ein:e Psychotherapeut:in, bleibt auch die therapeutische Bezugsperson für Sie zuständig. Wenn möglich bleibt auch Ihr:Ihre Fallmanager:in für Sie zuständig.

Wie oft findet Psychotherapie statt?

Einmal pro Woche nehmen Sie an einem Einzelgespräch mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten teil. Zusätzlich findet einmal pro Woche eine psychotherapeutische Gruppentherapie statt.

Wie ist die medizinische Behandlung organisiert?

Bei Bedarf können Sie während Ihres Aufenthalts Termine beim ärztlichen Dienst der Klinik wahrnehmen.

Wie erhalte ich meine Medikamente?

Falls erforderlich, stellen wir Ihnen ein Rezept für Ihre Medikamente aus. Diese können Sie anschliessend in der Apotheke beziehen. Ihre Medikamente nehmen Sie zu Hause in Eigenverantwortung ein.

Allfällige Mittagsmedikamente bringen Sie mit und bewahren diese in Ihrem persönlichen Spind auf.

Substitutionsmedikamente (z. B. Sevre-Long, Methadon, MST oder Subutex) dürfen nicht auf das Klinikareal mitgebracht werden. Die Abgabe wird vor Ihrem Übertritt in die integrierte Tagesklinik mit Ihrer Abgabestelle geklärt.

Benötigen Sie während des Tages ein Reservemedikament, beispielsweise gegen Kopfschmerzen, können Sie dieses in der Klinik beziehen.

Rezepte für Betäubungsmittel müssen durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt ausgestellt werden.

Wo kann ich meine persönlichen Gegenstände sicher unterbringen?

Im Aufenthaltsraum steht Ihnen ein abschliessbarer Spind zur Verfügung. 

Kann ich externe Termine wahrnehmen?

Wichtige externe Termine, beispielsweise Bewerbungsgespräche oder Gespräche beim RAV oder Sozialdienst, können Sie während des Therapieprogramms wahrnehmen. 

Termine bei anderen Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen müssen ausserhalb des Therapieprogramms, also in Ihrer Freizeit, vereinbart werden.

Werden meine Angehörigen bzw. Personen aus meinem sozialen Netz in die Behandlung miteinbezogen?

Wir bieten bei Bedarf Familien- und Netzgespräche mit dem sozialen Umfeld an und ziehen gegebenenfalls die zuständige Sozialbehörde, den:die zuständige Hausärzt:in, Psychiater:in oder Psycholog:in in die Behandlung mit ein.

Kann ich die integrierte Tagesklinik besuchen und bereits Teilzeit arbeiten?

Ja. Ein schrittweiser Übergang von der teilstationären Behandlung in den Arbeitsalltag ist möglich und wird von uns unterstützt. Der Umfang der Arbeit wird individuell auf Ihre Behandlung und Ihre aktuelle Situation abgestimmt.

Wie geht es nach der integrierten Tagesklinik weiter?

Nach Abschluss der integrierten Tagesklinik haben Sie die Möglichkeit, bei derselben Psychotherapeutin oder demselben Psychotherapeuten weiterhin ambulante Einzelgespräche wahrzunehmen.

Bei Bedarf können Sie auch weiterhin an der Gesprächsgruppe «step-out» teilnehmen.

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